über offtrack
Warum ich offtrack gehe
08:15 Uhr. Nürnberg. Ich sitze im Taxi auf dem Weg zum Kunden. Am Telefon mein Team, verteilt über mehrere Standorte, zum Daily. Noch schnell eine Entscheidung. Noch eine Rückfrage. Noch ein Thema zwischen Führung, Strategie und Umsetzung. Damals: 14 Mitarbeitende und rund 50 Freelancer im eigenen Unternehmen. Gleichzeitig: internationale Konzerne, Start-ups und stark regulierte Geschäftsfelder in Veränderungsprozessen.
Ich kannte also beide Seiten: selbst unternehmerische Verantwortung tragen – und Organisationen von außen dabei begleiten, mit Wachstum, Veränderung und Komplexität umzugehen.
Dabei wurde mir immer klarer: Organisationen scheitern selten an fehlenden Konzepten oder mangelnder Intelligenz. Was unter Druck verloren geht, sind Orientierung, Prioritäten, klare Verantwortung, die nicht im Kreis wandert, und die Fähigkeit, offen miteinander zu arbeiten.
Aus dieser Erfahrung entstand offtrack: als Raum für Situationen, in denen Standardantworten nicht mehr ausreichen – und für Menschen, die neue Wege nicht nur denken, sondern tragfähig gestalten wollen.
08:15 Uhr. Mongolei. Zelt und Equipment sind bereits wieder auf meinem Pferd verstaut. Es geht weiter Richtung Süden, vorbei an einsamen Jurten und durch die unendliche Weite. Konnte ich reiten? Nein. Na ja … ich saß als Kind mal auf einem Pferd.
Auf eigene Faust ausgetrampelte Pfade verlassen und durch die Steppe reiten: Mutig? Gefährlich? Verrückt? Ansichtssache. Auf jeden Fall war es eine der prägendsten Erfahrungen meines Lebens.
Denn Orientierung entsteht selten dort, wo alles planbar bleibt. Sondern dort, wo Menschen lernen, mit Unsicherheit umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und auch ohne vollständige Kontrolle handlungsfähig zu bleiben.
08:15 Uhr. Tokio. Im 52. Stock der drittgrößten japanischen Bank werde ich mit allergrößter japanischer Freundlichkeit und Etikette empfangen. Gemeinsam besprechen wir das Setting eines geplanten Start-ups. Gelder von zwei Regierungen sind bereits avisiert. Jetzt gilt es, das Geschäftsmodell mit Leben zu füllen: Strukturen, Prozesse, Teamaufbau, Kooperationen.
Nur wenige Flugstunden später: Manila. Heiß, laut, improvisiert. Anpassungsfähigkeit ist hier kein Managementkonzept, sondern Teil des Alltags.
Diese Kontraste haben meinen Blick geschärft: Organisationen brauchen keine kopierten Modelle. Was in einer Umgebung trägt, kann in einer anderen wirkungslos sein. Entscheidend ist, die jeweiligen Bedingungen zu verstehen und daraus eine passende Form von Führung und Zusammenarbeit zu entwickeln.
08:15 Uhr. Peniche, Portugal. Ich war bereits eine Runde surfen. Jetzt sitze ich mit meinem Laptop auf der Terasse und schaue aufs Meer. Irgendwann kommt ein Gedanke, der geblieben ist: Veränderung lässt sich weder delegieren noch verordnen.
Nicht an Teams. Nicht an externe Beratung. Und auch nicht an die nächste Methode.
Organisationen verändern sich nur in dem Maß, in dem Menschen bereit sind, Verantwortung für ihre Wirkung zu übernehmen. Das beginnt oft oben – aber nicht ausschließlich.
Denn echte Entwicklung entsteht überall dort, wo Menschen anfangen, ehrlich hinzuschauen: auf Führung, auf Entscheidungen, auf Prioritäten, auf Zusammenarbeit. Auch auf das, was längst spürbar ist, aber selten ausgesprochen wird.
Was ich heute mitbringe
Ich kenne Organisationen aus unterschiedlichen Perspektiven: als Unternehmerin, Beraterin, Moderatorin und Sparringspartnerin. Ich habe Teams aufgebaut, Verantwortung verteilt, Wachstum organisiert – und selbst erlebt, wie schnell gut gemeinte Modelle im Alltag an ihre Grenzen kommen.
Meine Arbeit bewegt sich zwischen klassischen Hierarchien, agilen Strukturen und weitreichender Selbstorganisation – von IT und Start-ups über Callcenter und internationale Konzerne bis zu Verwaltungen, Infrastrukturorganisationen und stark regulierten Umfeldern.
Was daraus entstanden ist, ist kein Lieblingsmodell, sondern Urteilskraft: schnell erfassen, was tatsächlich wirkt, Komplexität sortieren, Spannungen besprechbar machen und einen Rahmen schaffen, in dem Menschen gemeinsam weiterkommen.
Viele Modelle, Methoden und Frameworks kenne ich aus eigener Praxis. Aber ich bin keinem davon verpflichtet.
Ich bringe nicht die nächste Methode mit. Sondern Erfahrung, einen klaren Blick und ein feines Gespür dafür, was unter den jeweiligen Bedingungen trägt.
Simone Korn – Gründerin von offtrack
Unternehmerin · Organisationsentwicklerin · Komplexitätslotsin · Reflexionsarchitektin
Von Hamburg aus OFFTRACK
offtrack ist persönlich. Aber nicht immer allein. Hinter offtrack stehe ich – als erste Ansprechpartnerin, verantwortlich für die Konzeption und in der Regel auch persönlich im Raum.
Dabei verbinde ich unternehmerische Erfahrung mit Organisationsentwicklung, strategischem Denken und einem sicheren Gespür für Menschen, Gruppen und Dynamiken. Mal als Moderatorin, mal als Sparringspartnerin, mal in der Gestaltung eines längeren Prozesses.
Gleichzeitig gibt es Situationen, die mehr brauchen: zusätzliche Moderation, besondere fachliche Perspektiven oder ein größeres Team für Tagungen und Großgruppen. Dann arbeite ich mit ausgewählten Menschen aus meinem Netzwerk zusammen, deren Haltung und Arbeitsweise ich gut kenne.
Nicht als beliebig zusammengestelltes Beratungsteam. Sondern so, wie es zum Vorhaben passt.
Du weißt jederzeit, mit wem Du arbeitest – und ich bleibe für die Qualität des gesamten Prozesses verantwortlich.